Torsionsdamast und Multibarren

 

Torsionsdamast:

Beim Torsionsdamast wird der wilde Damastblock zu einem Vierkantstab ausgeschmiedet und anschließend verdreht (tordiert). Dann wird der verdrehte Stab flach geschmiedet und in Klingenform gebracht. Durch starkes herunterschleifen der Rohlinge tritt das schöne Torsionsmuster hervor. Man kann auch mehrere tordierte Damaststäbe aneinandersetzen und verschweißen um so anfwändigere Muster zu erzeugen.

 

Dieses Verfahren wurde traditionell bei nordeuropäischen Blankwaffen der Spätantike und des frühen Mittelalters angewandt. Auf den Kern aus mehreren tordierten Damastbändern wurde umlaufend eine Schneidleiste aus "Monostahl" (richtig wäre Raffinierstahl) aufgesohlt. Solche Schwerter bezeichnet man heute als "wurmbunte" Schwerter. Bei der Namensgebung bezieht man sich auf ein Dokument des osgotischen Königs Theoderich aus dem 5. Jh.. 

 

"Das Mittelstück ihrer Klingen, geschickt verkehlt, erscheint wie mit kleinem Wurmwerk gekräuselt, und hier spielen so mannigfaltige Schatten, dass man glauben möchte, das Metall sei mit vielen Farben verwoben."

 

Multibarren:

Multibarren sind im Grunde nichts anderes als Torsionsbänder, nur das die Ausgangspakete aus verschiedenen Damaststücken zusammengesetzt werden. Ähnlich wie bei einem Mosaikdamast. Die so erzeugten Muster sind meist äußerst spektakulär.